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Bei Insekt wurde 'Entomos' als 'fachsprachlich' eingetragen. Nun, es gibt die Entomologie, aber gibt's auch das Wort 'Entomos' im Deutschen?
In OT gilt sie, die Duden-Rechtschreibung. Das hält einem manche überflüssige Diskussion vom Hals. In einigen Redaktionen wird im Rahmen einer eigenen Haus-Rechtschreibung mit überlegenswerten Gründen davon abgewichen.

Ich persönlich kann einigermaßen damit leben, auch in Fällen, wo ich anders entscheiden würde oder wo die Duden-eigenen Regeln nicht konsequent angewendet werden oder wo sie in sich inkonsistent sind - Schwamm drüber... Hier und da stören sie mich aber extrem, und das ist der Fall bei 'topsecret'. Ich wage zu behaupten, dass der größte Teil der Schriftmächtigen im Lande den Begriff nach der englischen Fasson schreiben würde, also als 'top secret', es sei denn er stößt durch einen dummen Zufall auf die Duden-Version oder gehört zum Redaktionsstab dieser Verlagsanstalt.

Kurz gesagt: 'topsecret' sieht für mich einfach nur doof aus - Rechtschreibung hat auch eine rechtschreiblich-ästhetische (und eine zusätzlich eine typographisch-ästhetische) Komponente - und ich für meinen Teil wäre souverän genug, mich an diesem und vereinzelt auch an anderen Punkten über die Duden-Rechtschreibung hinwegzusetzen - zumal die Duden-Schreibweise in OT nicht gefunden wird, wenn der Begriff so eingetragen ist, wie ihn ein unbefangener Schreiber eintragen würde.
Ich persönlich finde manche Wörter einfach schrecklich, und das hier gehört definitiv dazu. Falls jemals eine Liste der schrecklichsten Wörter von OT in die Statistik eingeführt wird, beantrage ich vorsorglich, dieses Wort darin aufzunehmen und ihm einen prominenten Platz zuzuweisen.

Wer es sich nicht denken kann: Das soll ein Kosename sein. Wer träumt nicht davon, von seinem Lover so genannt zu werden...
Grad bei Synonymfresser gelesen: Gleiches Bezugskonzept (Referenzidentität), aber unterschiedlich ausgedrückt (Wikipedia nennt das 'intensional verschieden'). Sollen die Einheitenzeichen l (Liter) und dm³ (Kubikdezimeter) synonym gesetzt werden? Synonymfresser hat sie per Assoziation verknüpft. Ist nicht so wichtig, aber nebenbei ne interessante Frage.

Ähnlich bei Milliliter und cm³. Das Beispiel bei Wikipedia ist Morgenstern = Abendstern = Venus. Gibt noch einige mehr davon, finde aber auf die Schnelle kein Beispiel. Vielleicht später.
Das war nicht die Frage, sondern: Was ist der Sinn dieser Information? Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich um die Aussprache handeln soll?
Ah, hab's gefunden, danke!
Es geht um http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/22358, Eintrag von Jargon. Hat irgendwer eine Erklärung dafür, inwiefern 'Nebenwirkung' sowas sein kann wie eine Nebensache oder Randerscheinung? Und obendrein als 'gehoben'? Was soll das sein, 'Nebenwirkung (geh.)'? Für mich gehört es da nicht hin.

Naja, da kann man hier immer lange warten. Ich hab's verschoben, in der Hoffnung, dass es halbwegs im Sinne des Erfinders untergebracht ist.
Die hier im ersten Posting erwähnte Möglichkeit, Einträge mit 'wie ein' als Abfrage auszufiltern. Finde ich sehr schick. Ich kann jetzt im Adressfeld die Suchwörter verändern, z.B. mit "http://www.openthesaurus.de/synset/substring?q=wie+eine" nach substrings bzw. Teilwort-Treffer mit "wie eine" suchen lassen. Gibt's eine Möglichkeit, das über ein Menü zu bewerkstelligen? Die normale OT-Suchanfrage kappt die Liste, wenn das Treffer-Fenster voll ist und meldet 'keine weiteren Einträge mit 'wie eine'', obwohl es noch etliche weitere gibt.
Bin auf folgende Gruppe gestoßen: (es) auf die Spitze treiben · des Guten zu viel tun · exorbitieren · mehr tun als gut wäre · mehr tun, als richtig ist · übereifern · übersteigern · (es) übertreiben · überziehen usw. (http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/7594) . 'exorbitieren' steht da zurzeit auf Platz 3. Mal abgesehen von dem Problem, ob es so ein Wort überhaupt gibt (der Duden kennt es nicht, und der Duden kennt wirklich viel): Nach den derzeit geltenden Sortierregeln gibt es keine Möglichkeit, ein sehr selten bis nie benutztes Fremdwort, das nicht fachsprachlich ist, weiter nach hinten zu verfrachten. Der Fall dürfte relativ häufig vorkommen. Das ist 'unfair' und ziemlich unbefriedigend insbesondere gegenüber den hier als 'umgangssprachlich' bezeichneten Wörtern und Wendungen, die praktisch allesamt sehr häufig vorkommen.
Ich hatte das mal ich weiß nicht wo als Zusatz gesehen und im ersten Moment gedacht, was soll das? Im zweiten Schritt hab ich gedacht, das kann ein Hinweis auf die englische Aussprache sein, und ich mach das zwar nicht konsequent aber häufiger bei englisch auszusprechenden Einträgen. Trotzdem sieht das beim ersten Hingucken immer doof aus, jeder weiß doch, dass Boyfriend aus dem Englischen kommt... Eben, und darum wird es ja auch nicht 'boi friehnt' ausgesprochen, sollte jedenfalls nicht. Ich frage mich, ob der Zusatz vielleicht eine andere Funktion hat? Die englischen Wörter und Redewendungen werden ja bei uns immer mehr. Ich frag mich auch, ob man nicht besser 'engl. Aussprache' schreiben sollte.
Letzteres habe ich mal gemacht, siehe http://www.openthesaurus.de/jforum/posts/list/190.page.

Was passiert, wenn man bei einer Reihe von Wörtern aus einer Synonymgruppe immer wieder dasselbe Gegenteil einträgt, kann man hier besichtigen: http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/2068. Was die Gegenteile hier angeht, ist grundsätzlich zu sehen, dass diese Gruppe praktisch durchweg sowohl figurativ (z.B. sozial abgehängt = prekarisiert werden) als auch litteral (z.B. bei einem Marathonlauf) verstanden werden kann. Außerdem: Wenn wir mal den Bildbereich 'Fahrradrennen' mit 'Ausreißern' die das Feld abhängen, dem 'Feld' und den abgeschlagenen Nachzüglern nehmen: Ob jemand 'mithalten' kann, hängt von seinem bislang erworbenen Status ab. Ein Favorit, der nie aus dem Feld ausbricht, ist ebenso abgehängt wie der Wasserträger, der hinter das Feld zurückfällt, obwohl beide an sehr unterschiedlichen Positionen fahren. Das heißt, ob jemand 'abgehängt' wird, ist relativ.

Ich finde die zugeordneten Gegenteile nicht optimal:

  • abgehängt werden > < nicht den Anschluss verpassen, mithalten (können)

  • an Boden verlieren > < die Stellung halten, sich behaupten, nicht aufgeben

  • den Anschluss verpassen (bzw. verpasst haben) > < technologisch: gefragt / aktuell sein, etwas entgegenzusetzen haben, (nach wie vor) ein potenter Mitbewerber sein, die Entwicklung nicht verschlafen haben o.ä.

  • hinterherhinken > < nicht zurückbleiben, mithalten; spiegelbildlich: die Avantgarde / Vorreiter darstellen, führend / ...führer (auf dem ...gebiet) sein

  • ins Hintertreffen geraten > < die Vorteile nicht aus der Hand geben, das Heft in der Hand behalten, die Regie bestimmen - hier passt auch 'Oberwasser behalten' ganz gut

  • zurückbleiben > < noch im Boot sein, (noch) gut im Rennen liegen, noch dabei sein


  • Naja, das sind nur Andeutungen, zum Einarbeiten in OT eignet sich nur einzelnes davon.

    Worauf ich jedenfalls hingewiesen haben wollte: Bei Gegenteilen überhaupt, insbesondere bei großzügigem Verteilen derselben, wie auch bei Ober- und Unterbegriffen, kann es nicht schaden, sich auch einmal die Auswirkungen anzusehen, sprich die zugehörigen OT-Gruppen der Wörter, die man als man als Gegenteile / Ober- und Unterbegriffe herbeizitiert hat. Gilt auch für mich, da bin ich wohl auch nicht sehr sorgsam.
    Letzteres habe ich mal gemacht, siehe http://www.openthesaurus.de/jforum/posts/list/190.page.

    Was passiert, wenn man bei einer Reihe von Wörtern aus einer Synonymgruppe immer wieder dasselbe Gegenteil einträgt, kann man hier besichtigen: http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/2068. Was die Gegenteile hier angeht, ist grundsätzlich zu sehen, dass diese Gruppe praktisch durchweg sowohl figurativ (z.B. sozial abgehängt = prekarisiert werden) als auch litteral (z.B. bei einem Marathonlauf) verstanden werden kann. Außerdem: Wenn wir mal den Bildbereich 'Fahrradrennen' mit 'Ausreißern' die das Feld abhängen, dem 'Feld' und den abgeschlagenen Nachzüglern nehmen: Ob jemand 'mithalten' kann, hängt von seinem bislang erworbenen Status ab. Ein Favorit, der nie aus dem Feld ausbricht, ist ebenso abgehängt wie der Wasserträger, der hinter das Feld zurückfällt, obwohl beide an sehr unterschiedlichen Positionen fahren. Das heißt, ob jemand 'abgehängt' wird, ist relativ.

    Ich finde die zugeordneten Gegenteile nicht optimal:

  • abgehängt werden > < nicht den Anschluss verpassen, mithalten (können)

  • an Boden verlieren > < die Stellung halten, sich behaupten, nicht aufgeben

  • den Anschluss verpassen (bzw. verpasst haben) > < technologisch: gefragt / aktuell sein, etwas entgegenzusetzen haben, (nach wie vor) ein potenter Mitbewerber sein, die Entwicklung nicht verschlafen haben o.ä.

  • hinterherhinken > < nicht zurückbleiben, mithalten; spiegelbildlich: die Avantgarde / Vorreiter darstellen, führend / ...führer (auf dem ...gebiet) sein

  • ins Hintertreffen geraten > < die Vorteile nicht aus der Hand geben, das Heft in der Hand behalten, die Regie bestimmen - hier passt auch 'Oberwasser behalten' ganz gut

  • zurückbleiben > < noch im Boot sein, (noch) gut im Rennen liegen, noch dabei sein


  • Naja, das sind nur Andeutungen, zum Einarbeiten in OT eignet sich nur einzelnes davon.

    Worauf ich jedenfalls hingewiesen haben wollte: Bei Gegenteilen überhaupt, insbesondere bei großzügigem Verteilen derselben, wie auch bei Ober- und Unterbegriffen, kann es nicht schaden, sich auch einmal die Auswirkungen anzusehen, sprich die zugehörigen OT-Gruppen der Wörter, die man als man als Gegenteile / Ober- und Unterbegriffe herbeizitiert hat. Gilt auch für mich, da bin ich wohl auch nicht sehr sorgsam.
    Ich weiß, es interessiert hier wenn überhaupt nur sehr wenige, aber ich bin auf ein paar ganz interessante Kommentare zum Wort 'Tropf' gestoßen: http://www.gfds.de/publikationen/der-sprachdienst/die-letzte-seite/armer-tropf/

    Da geht es einerseits um den Status von 'armer Tropf', welches unser Admin vermutlich als 'umgangssprachlich' etikettieren würde, obwohl es nur noch wenig benutzt wird - was mich ja immer sehr wundert, denn wie kann etwas 'umgangssprachlich' sein, obwohl es kaum mehr verwendet wird? In dem Zusammenhang auch eine Randbemerkung zu 'Opfer', die sich auf ein kleines hier ausgetragenes Scharmützel bezieht ( http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/10245?offset=10&max=10&sort=creationDate&order=desc#history ). Schließlich die Feststellung der 'kontaminierten' Redewendung 'überflüssig wie ein Tropf', was sich mit meinen Beobachtungen deckt, von denen in meinem letzten Posting die Rede war ( http://www.openthesaurus.de/jforum/posts/list/192.page ).
    Die Redewendung taucht auf unter 'nicht beachten' als Parallelform zu 'in den Wind schlagen'. Ich kenne das nur als Aufforderung 'schieß in'n Wind!' im Sinne von 'mach, dass du wegkommst' (mit vollem Artikel 'schieß in den Wind' mir nicht geläufig).

    Das könnte eine Kontamination sein in dem Sinne: Jemand möchte sagen 'du solltest seine Empfehlungen nicht in den Wind schlagen', dann fällt ihm aber das eigentlich richtige 'schlagen' nicht ein und in seiner Not greift er zu 'nicht in den Wind schießen', denn *irgendwie* gibt es ja sowas. Auch das bei redensarten-index genannte 'jemanden in den Wind schießen' könnte sowas sein, sone Vermengung von 'jemanden auf den Mond schießen' und 'schieß in'n Wind' und 'jemanden in die Wüste schicken'.

    In OT gibt es nur sehr punktuell Diskussionen über solche Fragen, d.h. Entscheidungen über unklare Bedeutungszuschreibungen werden mehr oder weniger willkürlich getroffen. Geht leider nicht anders.

    google kennt schon recht viele "Ratschläge in den Wind schießen", da kann man dann sowieso nix machen. Selbst wenn das durch Vermischung entstanden sein sollte, was gut möglich ist (vor dreißig Jahren hätte noch jemand gesagt 'das heißt aber in den Wind *schlagen*'), wird es jetzt viel in dem anderen Sinn benutzt, Ende der Durchsage.

    Mich nervt sowas trotzdem, genauso wie dieses ewig falsche '*das* Klientel', das aber außerordentlich gängig geworden ist.
    Ja, weiß ich, aber wer würde das so eingeben? Angenommen, ich möchte aus welchem Grund auch immer das 'einiger' in 'da kommt noch einiger Ärger auf uns zu' anders ausdrücken, wonach werd' ich dann suchen? Sicher nicht nach 'einig - vereint - geeint' oder 'einig - eines Sinnes - einer Meinung' oder 'einig (mit) - einverstanden - stimme überein' usw. Das Problem ist, dass unter all den vorkommenden Formen im anvisierten Sinn eben 'einig' nicht auftaucht, sondern nur die drei 'einiger, einige, einiges', da werd' ich dann auch nicht nach 'einig' suchen, denke ich.
     
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