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Hab jetzt keine Zeit, in Ruhe drüber nachzudenken, aber kurz: Die verlinkte Ergebnisseite ist zweigeteilt, links die OT-internen Infos und rechts die externen.

Das erste Pop-up fand ich wegen der vielen Informationen bis jetzt ziemlich gut und als Kurzübersicht schön, vor allem auch wegen der Teilwort-Treffer. Sowas gibt es auf anderen Wörterbuchseiten nicht, ist schon ne tolle Sache. Bei sehr vielen Gruppen (z.B. beim Suchwort 'Gruppe') passt da sowieso nicht alles ins die Pop-up-Fenster und man muss eh in die Detailanzeige wechseln, um alles zu haben.

Dass aus 'Detail/Ändern' wiederum ein bloßes 'Ändern' würde, fände ich wiederum gut und in der Tat deutlich logischer. Die Frage wäre, wie der 'Zustand b)' aussieht. Er müsste alle für einen bloß passiven Nutzer wichtigen Infos liefern, nicht wahr? Ich frag mich, wie übersichtlich das dann noch ist, käme vielleicht auf einen Versuch an. Hört sich aber erst mal ziemlich plausibel an.
Die Gegenteile speziell von GuenterGeisterbahn sind oft eher assoziativ und treffen den Nagel nicht auf den Kopf. Ich nehme die dann mit Begründung raus, soweit ich das hinkriege, manchmal auch ohne. Da ich der einzige bin, der hier so vorgeht, kann das wirken wie ein feindseliger Akt. Das ist nicht meine Absicht, ich finde die tatsächlich oft nicht passend, erst recht nicht in der Häufung, wie sie anzutreffen sind. Ich bastele nur an denjenigen herum, die mir unterwegs vorkommen. Es sind sehr viele, ich werde die nicht alle schaffen. Leider wird hier in dem Sinne nicht diskutiert. Wenn einer bessere Vorschläge hat, her damit.
Hab gerade was Interessantes entdeckt: Ein Thriller kann ein Film sein, ein Roman, ein Hörspiel usw., eigentlich auch ein Theaterstück, aber da scheint mir der Begriff nicht gängig zu sein. Also könnte man es bei Film, Roman usw. als Unterbegriff eintragen. Okay, bei Film möglich. Ich finde jedoch auch den Oberbegriff 'Genre, Literaturform'. Mit dieser ist-ein-Relation ist es ja nicht so einfach. Beides geht: Dieser Film ist ein Thriller, und: 'Thriller' ist ein Genre. Und auch so rum: Ein Thriller (im Fernsehprogramm) fällt unter die Spielfilme (oder Fernsehproduktionen), und: 'Thriller' ist ein bestimmtes Genre, eine bestimmte Sorte Film. Nochmal anders: Alle (gefilmten) Thriller sind in der Menge der Filme enthalten, oder: Thriller ist ein Klassifikationsbegriff für eine bestimmte Teilmenge aller Filme. Kurz: Zu sagen, 'Thriller' ist ein Genre, ist nichts anderes als zu sagen, 'Thriller' ist eine spezielle Art von Unterbegriff, also ein Unterbegriff, und das liefe hinaus auf den Satz: Der Unterbegriff 'Thriller' ist ein Unterbegriff. Das erscheint mir zirkulär.

'Roman' wollte ich eigentlich nicht eintragen als Oberbegriff, denn da stehen noch Langerzählung, Epos und Saga als Nebenbegriffe dabei, und dazu passt Thriller nicht. Andererseits sind als Unterbegriffe schon 'Krimi' und 'Liebesroman' aufgeführt, dann also doch. Alles irgendwie schief. Hab's selbst mal zusammengebastelt, das sind alles - systematisch gesehen - lange epische narrative Texte, sie werden aber nicht austauschbar benutzt, d.h. in einer Begriffshierarchie sind sie schon einigermaßen korrekt eingeordnet, sind aber unter der Perspektive 'Synonymität' nicht unmittelbar miteinander austauschbar.
Hatte ich gelesen, mir ist schon klar, dass sich die meisten deiner Beiträge auf Wikipedia beziehen. Meine Frage war: Gibt es aktuell noch Sittendezernate o.ä. bei der Polizei oder sind diese Zeiten - in den deutschsprachigen Ländern - vorbei? Gibt es die vielleicht nur noch in anderen Ländern?

Man kennt das ja meist nur aus Spielfilmen. In den USA etwa könnte es so etwas noch geben. Wenn man es aus US-Spielfilmen oder deutschsprachigen Filmen, die in der Vergangenheit spielen, kennt, ist es dann umgangssprachlich, bzw. inwiefern wäre das umgangssprachlich? Es kann ja auch historische (inzwischen überholte) Formen von Umgangssprache geben.

Naja mit dem Begriff 'umgangssprachlich' wird hier sowieso recht mutwillig umgegangen für meine Begriffe, insofern ist das wirklich nicht wichtig.

Andererseits, die Frage der Polizeiorganisation und juristische Fragen sind sowieso nur was für Verwaltungsspezialisten. Aber Kuppelei ist kein Straftatbestand mehr, Prostitution ist inzwischen ein steuerpflichtiges Gewerbe, und der § 175 ist passé, daher stellte sich mir die Frage: Gibt es noch sowas wie die 'Sitte' bei der deutschen / Schweizer / österreichischen Polizei? Es gibt ja z.B. nach wie vor Mädchenhandel, heute vielleicht sogar mehr als ehedem. Aber werden die Straftaten auf diesem Gebiet nicht einfach von speziellen Abteilungen der Kripo verfolgt? Ist demnach der ganze Bereich 'Sittenpolizei' vielleicht nur noch historisch?

Insofern hatte ich 'Sitte' mit 'veraltet' gekennzeichnet. Die Frage bleibt: War das korrekt? Der Wikipedia-Artikel beantwortet das in meinen Augen nicht.
Bin auf folgendes gestoßen: 'sich auskennen' könnte ja ein Gegenteil sein von 'keine Ahnung (von einer Sache) haben'. In dem Sinne wollte ich das eintragen und hab festgestellt, dass es für 'von etwas keine Ahnung haben' im Dt. keinen gut geeigneten einwortigen Begriff gibt, es gibt nur Negativ-Umschreibungen mit Nomen (kein Experte / Fachmann / Sachkundiger / Kenner der Materie ... sein), Adjektiven (nicht sachkundig / kompetent / sachverständig / qualifiziert ... sein), Verbalgruppen (sich nicht auskennen, nicht durchblicken, keine Ahnung / keinen Dunst / keinen blassen Schimmer haben / noch nicht lange im Geschäft sein, nicht Bescheid wissen) oder Negativ-Übertreibungen (sowas wie: nicht gerade / nicht unbedingt ein Ass / Crack / eine Granate / ein Großmeister ... auf dem Gebiet). Die erscheinen mir aber alle nicht lexikalisiert, es sind bloße Umschreibungen. Da wäre es schick, so etwas wie eine Schablone anlegen zu können, z.B. 'kein(e) ... (auf einem Gebiet) sein', mit einem entsprechenden Verweis auf 'Experte, Fachmann, Kenner der Materie, Profi...', was ja als Synonymgruppe schon existiert, und analog 'nicht ... sein' mit Verweis auf 'beschlagen, bewandert, erfahren...' usw. Beziehungsweise, es müsste ein Stellvertreterwort an die Leerstelle eingetragen werden, am besten das neutralste aus der Gruppe, und wenn man die Maus draufhält, die Serie angezeigt werden, so wie bei den Gegenteilen und ähnlich wie bei den Assoziation etc. Das Problem stellt sich wohl öfter, dass man einen gesuchten Inhalt zwar mit ganzen Serien von Wörtern ganz gut umschreiben kann, dass es dafür aber im Grunde kein gängiges Wort gibt.

Den hier im Beispiel genannten Inhalt gibt übrigens noch am ehesten das Wort 'Unkundiger' wieder, aber das ist m.o.w. ungebräuchlich, da sagt man eher 'kennt sich nicht aus'.

Ein ähnliches Verfahren könnte ich mir mit Varianten von Redewendungen vorstellen, von denen sehr viele im Wortlaut nicht eindeutig fixiert sind (so dass man etwas nicht findet, wenn man nicht die Version des OT-Eintrags eingibt), und auch mit den ganzen Phrasemen, für die keine Grundform existiert, dann für die anderen Personen oder Zeiten usw.

Oder: Wie wär's mit - ggf. versteckten - Verweis-Einträgen? Nämlich: Sucht jemand 'für ihre ... Jahre' (= für seine 60 / 70 / 80 / 90 Jahre' und findet aber das zugehörige 'für seine ... Jahre' nicht (kann mit der OT-Suche funktionieren, hab's nicht ausprobiert, funktioniert aber ziemlich oft nicht, da reicht manchmal ein Satzzeichen oder irgendeine Kleinigkeit, an die man nicht denkt), könnte man einen Redirect machen, so dass, wer 'für ihre ...' sucht, automatisch zu 'für seine ...' umgeleitet wird. Da könnte man einer noch zu erwartenden Gender-Protestfraktion zumindest teilweise den Wind aus den Segeln nehmen, indem man einen Teil der personenbezogenen Einträge weiblich, einen andern Teil männlich macht und entsprechend umleitet... Naja, bei letzterem gäb's dann wieder andere Probleme, aber sowas in der Art wäre manchmal ganz zweckdienlich. Betrifft nicht nur männlich/weiblich, speziell bei den Possessivartikeln, sondern wie gesagt auch die grammatische Person (was mich / dich / ihn / sie / uns ... angeht), die Anredeform (die du-, Sie- oder ihr- ...varianten in Aufforderungen) und Tempora (jemandem geht / ging die Puste aus, ist / war die Puste ausgegangen ) und noch so mancherlei.
Okay, gut zu wissen, für mich eine neue Information. Allerdings lesen sich die Kommentare auf der Details-Seite wie doppelt gemoppelt. Mal aus der User-Perspektive: Ich suche ein Synonym für Schönling und tippe in google 'schönling synonym' [übrigens seltsam nebenbei, bei dieser Suche landet OT in der Trefferliste auf Platz 18, bei 'schönling synonyme' liegt OT immerhin auf Platz 10 - also so funktioniert's nicht, werde dem mal bei Gelegenheit nachgehen] - also setzen wir besser voraus, jemand kennt bereits OT und gibt auf der OT-Startseite ein 'schönling', da sieht er dann 'Adonis (ironisch)' und 'Beau (ironisch)' vornean, so weit so gut. Dann will er warum auch immer mehr wissen, vielleicht ein paar Beispiele, und klickt auf eins der verlinkten Wörter (um das zu tun, muss er allerdings die OT-Seite schon etwas kennengelernt haben) ... oh, da kriegt er ja auch erst mal die 'zweite OT-Seite', da muss er noch mal auf '>> Details/Ändern' gehen, und dann kommen endlich auch Beispiele, Kommentare usw. Nun denn, da steht dann also: 'Beau (ironisch) - wenn in ironisch-spöttischer Absicht gebraucht' - liest sich irgendwie komisch in meinen Augen.

Da sind jetzt gleich zwei neue Fragen aufgetaucht: 1. Wie kann OT bei den google-Treffern weiter nach oben rutschen, denn sooo schlecht ist OT nun auch wieder nicht, dass es auf Platz 18 gehört, hinter alle möglichen Seiten, die bloß andere Inhalte kompilieren? 2. Wie gut funktioniert die Benutzerführung für Besucher, die a) zum ersten Mal b) nur sporadisch auf die OT-Seite kommen? Für später ...
Ich seh grade admins Kommentierung, und stimmt: Die können durchaus nicht-ironisch eingesetzt werden. Sind allerdings keine Wörter der allerüblichsten Umgangssprache, schon allein die Tatsache, die in Alltagssprache zu verwenden, hat so einen spöttischen Touch. Für mich hätte wiederum eine ernsthaft bewundernd gemeinte Verwendung leicht emphatische Züge. Vielleicht wär es besser, den Klammerzusatz '(ironisch)' jeweils zu entfernen und zu kommentieren 'umgangssprachlich oft in ironischer Absicht' o.ä.?
In mancher Gruppe finden sich Wörter, die mir wie an den Haaren herbeigeschleift erscheinen. Es sind in der Regel Fremdwörter. Zuweilen bereitet es einige Mühe, real-life-Belege in google zu finden - also keine Wörterbuch-Links oder Kompilationen aus anderen Thesauren. Störend sind sie vor allem dann, wenn sie aufgrund ihres ersten Buchstabens in der Gruppe die Galionsfigur darstellen, so dass der unbedarfte Wortsucher denkt, jetzt kommt aber was ganz was Schweres. Manchmal denke ich, die sind womöglich erfunden, die Regeln für Ableitungen aus den alten Sprachen sind ja nicht so kompliziert. Da übertreibe ich natürlich.

Das Problem: Wie damit umgehen? Z.B. 'destruieren' ? 'zerstören'. Man nehme ein lateinisches Verb und ersetze die Endung durch '-ieren', schon hat man ein sehr schlau klingendes deutsches Verb. Belege gibt's allerdings für dieses Verb genug. Fachsprachlich scheint es mit nicht zu sein, aber wer kann das wissen, das Fachvokabular ist unüberschaubar. Mit gehoben würde man dem Wort zuviel Ehre antun, denn es stellt in meinen Augen keine besonders elegante, um Differenziertheit besorgte Ausdrucksweise dar. Es ist eher so ein: Ich kenne ein Wort, das du nicht kennst. Es ist für mein Empfinden affektierte Angeberei, der abgespreizte kleine Finger an der Teetasse. Wer so redet, muss darauf gefasst sein, dass ihm gesagt wird 'Kannst du dich nicht in normalem Deutsch ausdrücken?' Andere werden das anders sehen, wie auch immer, vorne in der Gruppe soll es nicht bleiben.

So verpasse ich diesen unwillkommenen Vokabeln je nach Fall das Etikett fachsprachlich - sollen sie doch unter Myriaden von Fachbegriffen glanzlos und unerkannt verstauben, nur dem Fachmann ein Begriff, der sich niemals in die Gefilde von OT verirren wird - oder gehoben: Auch dies verdienen sie nicht wirklich, aber sie sind dann erst mal aus der Schussweite und rutschen in der Liste weiter nach hinten und behaupten nicht weiter aufdringlich die Poleposition. Mein schnödes Motiv dabei: Hauptsache weg. Von mir aus könnten die auch in einen Giftschrank, hinter Panzerglas, nur zum Anschauen, nicht zum Gebrauch empfohlen. Ach, ich übertreibe wieder...

Ich vermisse an diesem Punkt eine Kategorie wie 'geziert'. Das 'bildungssprachlich' des Duden kommt dem nahe. Auch 'selten' wäre willkommen. Im Einzelfall ist das schwer auszuloten, google liefert für destruiert überwiegend Treffer aus dem Medizinischen - also doch fachsprachlich - und am zweithäufigsten, wen wundert's?, aus der feuilletonistischen Sphäre, das wäre gar gehoben. Ja, ich täusche mich oft. Trotzdem, beziehungsweise: eben deswegen empfinde ich 'destruieren' für 'zerstören' überflüssig und gewollt manieriert. Ich bin weder Mediziner noch Kulturkritiker, die sehen das vermutlich anders.

Na und die Hauptsache habe ich jetzt natürlich wieder nicht auf dem Schirm gehabt: Innerhalb seiner Gruppe http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/653 wirkt 'destruieren' ziemlich fremdkörperhaft. Das war überhaupt der Ausgangspunkt.
Ich hatte das mal aufgestellt (http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/24857), denn in alten Filmen gab es das, da redeten dann finstere Figuren mit Schiebermütze durchblickermäßig von der 'Sitte', die im Milieu für ein gewissen Maß an Ordnung sorgen sollte. Inzwischen hat sich auf diesem Sektor viel getan, es gelten andere Moralvorstellungen und andere Gesetze, und eine andere Sprache wahrscheinlich auch. Synonymfresser hat das 'veraltet' bei 'Sitte' gelöscht und dieses Wort in den Rang der Umgangssprache erhoben. Ich frag mich, ob das so richtig ist. Er wird wohl kaum die 'Scharia-Polizei' oder schwedische Verhältnisse im Sinn gehabt haben, oder etwa doch?
Na dann weg damit, hat jetzt lange genug hier drin gestanden, also nicht mehr lange gefackelt...
Gute Anmerkungen, aber nicht so ganz einfach zu klären.

Beispiele: Das Ansehen Deutschlands steht auf dem Spiel / ?steht auf der Kippe / droht Schaden zu nehmen.

Das Welwährungssystem steht auf dem Spiel / droht zusammenzubrechen / Die Stabilität des Weltwährungssystems steht auf der Kippe.

Deine Weiterbeschäftigung hier bei uns steht in Frage / steht auf der Kippe / steht auf dem Spiel...

Schau mal bei http://www.dwds.de/?view=1&qu=steht+auf+der+kippe, da gibt es bei den Zeit-Beispielen unten vieles, wo man gut 'auf der Kippe' oder auf dem 'Spiel sagen könnte', allerdings mit einer Bedeutungsnuance, klar.

Grundsätzlich ist es wohl so, dass man innerhalb einer Synonymgruppe nie alles für alles nehmen kann, da sind immer Spielräume eingepreist. Was in eine Gruppe aufgenommen wird, entscheidet - ganz richtig - das Sprachgefühl des Eintragenden. Der eine empfindet etwas enger, der andere würde lieber einen weiteren Rahmen setzen. Das Schöne bei OT ist, dass man das im Lauf der Zeit immer besser anpassen und differenzieren kann. Man liest in letzter Zeit häufiger von der Plastizität des Gehirns, und OT erscheint mir in vielem ähnlich plastisch und verformbar.

Wenn dich etwas sehr stört, nimm's raus und setz es um, ich selbst mach es nicht anders. Es kann leider nicht alles ausdiskutiert werden, dazu ist die Zeit nicht da bzw. es ist alles zu viel.

Mit dem 'einzustürzen / zusammenzubrechen drohen' sehe ich das ähnlich wie du, andererseits gibt es einen semantischen Bezug zwischen diesem 'auf der Kippe stehen' und 'drohen / bedroht sein / gefährdet sein', der dann je nach Situation anders gefüllt werden kann: drohen abzusteigen, in der Tabelle abzurutschen, die Saison zu vermasseln, an Wert zu verlieren, Einbußen zu erleiden usw. Schließlich aber: 'zusammenbrechen' und 'einstürzen' können nicht nur Gegenstände, sondern auch Netze (Stromnetz, Internet), Aktienkurse (wohl eher: einbrechen), Firmenwerte, aus Lebenslügen zusammengezimmerte Kartenhäuser, Luftschlösser, Lügengespinste, diverse Situationen fragiler Gleichgewichte wie aufeinander bezogene Vertragskonstruktionen, ein Gebäude aus Firmenverflechtungen, ein Theoriegebäude, dann wohl auch eine Theorie ('in sich zusammengekracht'), na und so weiter.

Ich werd' bei Gelegenheit schaun, was man da besser machen kann. Kannst ja mal anfangen!
Ich halte es so, dass ich wörtliche Zitate in Anführungszeichen setze, selbst ausgedachte nicht.

Für exakte Quellenangaben reicht in OT der Platz nicht aus, es wäre auch zu unübersichtlich. Es müsste ein eigener Zitierapparat neben dem eigentlichen Lexikon aufgebaut werden, in dem bedarfsweise die genaue Herkunft nachgeschlagen werden kann. Da gibt es hier wichtigere Probleme.

Die Zitiermodi von Wikipedia sind hier nicht zu realisieren, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zitierregeln#Internetquellen_und_Weblinks . Da wäre die Quellenangabe in der Regel länger als das Zitat. Ich kürze die Site-Angaben aus der Adresszeile des Browsers so weit wie möglich ab, weil die oft unglaublich lang sind. Das ist zwar nicht exakt, geht aber gar nicht anders. Wenn möglich, benutze ich Funde aus Zeit oder Spiegel, die haben ihr komplettes Archiv (bis auf das letzte Jahr) ins Netz gestellt und das wird auch erst mal drinbleiben, da reichen dann die jeweiligen Ausgaben als Quellenangabe. Beispiele aus der 'Zeit' findet man bei dwds.de.

Da gibt es dann wieder das Problem, dass Beispiele, die nur aus einer jeweils aktuellen Thematik heraus verständlich sind, nicht so geeignet sind wie Alltagsverwendungen, die findet man aber in 'Zeit' und 'Spiegel' kaum.

Es ist im übrigen ein Problem, in welcher Weise Gelegenheitsfunde, die vermutlich oder absehbar über kurz oder lang aus dem Internet verschwunden sein werden, überhaupt als Beleg herangezogen werden können.

Was die Qualität der Beispiele angeht, so fände ich solche Beispiele besser geeignet, die in besonderer Weise typisch sind und die Bedeutung eines Wortes oder eines Phrasems plastisch und schlagend deutlich hervortreten lassen als blasse Beispiele, die zwar das Wort mit einer syntaktischen Einbettungsmöglichkeit enthalten, aber nicht die Bedeutung erhellen. Beispiel: 'Das / Die Situation stand auf Messers Schneide' = nicht so gut, 'Bis in die zweite Verlängerung stand der Spielausgang auf Messers Schneide' = besser. Insofern werde ich gelegentlich Beispielssätze durch besser veranschaulichende Versionen ersetzen.

Meine selbst konstruierten Beispiele sind oft umständlich und zu lang, es ist halt oft schwer, was Kurzes und Knackiges zu finden, außerdem sollen ja nicht wieder dieselben Beispiele wie in Duden, Wiktionary, Redensartenindex usw. auftauchen, da hilft mir immer google ganz gut, oft aber auch nicht. Wer bessere (vor allem kürzere) Beispiele findet, die nicht schon in Gebrauch sind, sollte die langen dann ersetzen.

Als Einleitung zu den Beispielen kursieren 'z.B.' (admin) oder 'Bsp.' (meine Wenigkeit) und vielleicht noch anderes. Ersteres ist 'Duden-falsch', der Duden erwartet ein Leerzeichen, also 'z. B.', aber kein Mensch hält sich gottseidank daran, das sieht nämlich echt 'doof' aus, 'Bsp.' - dachte ich - wird eine Privatabkürzung meinerseits sein und ist nicht so üblich wie 'Beisp.', es steht aber in Wikipedia als zulässige Abkürzung. Es wäre vielleicht sinnvoll, sich da auf einen einheitlichen Standard zu einigen. Ursprünglich wollte ich mal die Kommentare ganz kurz halten, dann wurden die Beispiele immer länger und ich hab's beibehalten. Inzwischen denke ich, die zwei Buchstaben weniger als in 'Beisp.' machen den Kohl auch nicht fett.

Als Separator zwischen den einzelnen Beispielen benutze ich bei Aufzählungen von Wörtern oder kurzen Wortgruppen das Komma, gelegentlich untergruppiere ich die mit Semikolon. Wenn es mehrere Sätze in verschiedenen Sprechsituationen sind, finde ich inzwischen den senkrechten Strich = | ganz gut. Der ist besser geeignet als das Semikolon, Punkt und Bindestrich. Semikolon kann aussehen wie 'das Beispiel geht noch weiter', ähnlich wie Punkt ('ein neuer Gedanke wird an den ersten angekoppelt') und Bindestrich ('Sprecherwechsel beim Dialog'), außerdem ist egal, ob nach dem | groß oder klein weitergeschrieben wird, was Vorteile bietet.

.........

Bemerkung am Rande: Ich korrigiere inzwischen ziemlich viel bei einzelnen Beiträgen herum. Jetzt gibt es wieder das Kommentarfeld, gut, aber ich kann nicht jede einzelne Änderung kommentieren, das hält zu sehr auf. Ich finde vieles in OT unpräzise, schief, nicht richtig zusammenpassend, undifferenziert, unausgegoren. Wer meint, dass ich ihm auf die Füße getreten bin, kann ja hier mit mir darüber diskutieren.
Kann eigentlich nur ein Versehen sein, oder weiß irgendwer, was das hier bedeutet:

http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/177 ?
Ich hab so meine liebe Not mit einigem, was ich in OT finde, vieles passt nicht so recht zusammen. Unter anderem bei den Gegenteilen, und ich nehme da jetzt die Sachen raus, die m.E. überhaupt nicht passen. Leider lässt sich das nicht kommentieren, ich hätte in jedem einzelnen Fall eine Begründung abzugeben, damit diese Änderungen nachzuvollziehen sind. Das könnte ich hier im Forum tun, aber meiner Erfahrung nach lesen das diejenigen, die es angeht, sowieso nicht, zumindest seh ich da selten mal ne Reaktion, und es ist auch via Forum zu aufwendig, dazu gibt es einfach zu viel Unpassendes...
Das Beispiel bei 'sich baden in' (siehe http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/31498) passt nicht zum Rest der Gruppe. Die anderen angeführten Beispiele sagen, dass es hier um starke, z.T. auch theatralisch inszenierte Gefühle und Gefühlsäußerungen geht. Oder andersrum: Man kann in Geld baden ('in Geld schwimmen' hätte ich vorgezogen), aber nicht 'vor/in Geld vergehen / zergehen / zerfließen...'. Wohl aber kann man sich in seinem Liebeskummer baden, vor Liebeskummer vergehen / zergehen / zerfließen, in seinem Liebeskummer absaufen oder versinken, und je nachdem, was man da nimmt, passt mal das eine oder andere aus der Serie mehr oder weniger, aber 'in Geld baden' im Sinne von 'mit Geld zugeschüttet werden', so in etwa im Sinne von http://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/31499 , ist ne ganz andere Geschichte.

Hab's inzwischen geändert (16.9.14), ist nur noch in der history nachvollziehbar - so lange die erhalten bleibt.
 
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