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Hi Daniel, Deine Ergänzung bei 'intermittieren' in https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/4999 hab ich jetzt gesehen, da steht jetzt als Beispiel dabei: "Die innovative Bauform mit integriertem Magnetventil sorgt für schnelles Intermittieren." Auch die beiden Löschungen hab ich gesehen, da scheinen wir einer Meinung zu sein.

Das Beispiel verstehe ich ehrlich gesagt nicht, Du? Was wird intermittiert? Der Satz stammt wohl von Baumer, da geht es um Heißleimventile und die Möglichkeit, durch hochfrequentes Ein- und Ausschalten der Leimdüsen (oder mit was auch immer der Leim aufgetragen wird) Leim zu sparen. Das wird dann als 'Intermittieren' bezeichnet, vermutlich weil die Leim'köpfe' tatsächlich immer wieder kurzzeitig abgeschaltet werden und der Leimauftrag dadurch unterbrochen wird. Ob das in irgendeiner Steuerungstechnologie oder Ähnlichem eine gängige Bezeichnung ist, wer weiß. All das erfährt man jedoch nicht aus dem Beispiel, sondern durch mehr oder weniger hartnäckiges Hinterherbohren.

Gerne wird das Wort von Medizinern benutzt und scheint das zeitweilige Unterbrechen einer Therapie, ein Auf- und Abschwellen von Krankheitssymptomen, eine Art Intervallbehandlung und weiteres mehr bezeichnen zu können. Mir wird das nicht so recht klar. Da ich weder Mediziner noch Spezialist für Magnetventile und ihre Einsatzmöglichkeiten bin, halte ich mich mal besser da heraus.
Zu finden in https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/8179 - https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/4999 - https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/14882 .

Ich finde dafür keine brauchbaren Beispiele. Vielleicht findet wer anders welche, ansonsten werde ich das Wort später löschen.

Bemerkung dazu: Wörter aus irgendwelchen anderen Listen oder Wörterbüchern einzutragen, ohne das Wort selbst zu kennen, ist keine gute Idee, allerdings mache ich das selbst gelegentlich, versuche aber, mir mit ein paar Google-Abfragen ein Bild von dem Wort zu machen. Ich hatte hier schon öfter dazu aufgefordert, für derartige Fundstücke Beispiele zu liefern, da kam dann in aller Regel nix. Und ich sage noch einmal: Dafür, die Bedeutung von Wörtern zu verdeutlichen, die schwer auffindbar sind, sehe ich den Erst-Eintragenden in der Verantwortung, nicht diejenigen, die später zufällig darauf stoßen und sich verwundert die Augen reiben.
Siehe https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/6944 .

Die Gruppe ist womöglich nicht ganz unproblematisch. Es gab nebenbei bemerkt mal eine Diskussion zum Thema:

https://www.openthesaurus.de/jforum/posts/list/500.page#p1239?OWASP_CSRFTOKEN=AGB3-2X2S-Y003-JOM8-Z5YJ-W3OG-IQQI-EE2Y

Beim angeführten Beispiel "Rudolf Diesel, Vater des Dieselmotors" sehe ich den Protagonisten eher als 'maßgeblichen Entwickler'.

Ein 'Erschaffer' ist für mich so etwas wie ein Schöpfer, im religiösen, künstlerischen oder erfinderischen Sinn, die meisten Beispiele lassen sich so verstehen. Das würde auf R. Diesel passen.

Robert Oppenheimer = "Vater der Atombombe" ist schon so etwas wie eine stehende Wendung bzw. ein stereotyper Beiname, ebenso Ludwig Erhard = "Vater des Wirtschaftswunders". Das Muster ist übertragbar und im Journalismus populär: "Alfons Löwenber: Der Vater des Golf GTI", "Reinhard Höppner, der Vater des Magdeburger Modells", "Konrad Zuse, der Vater des Computers" usw.

Da die Herstellung und Entwicklung von materiellen Objekten einen anderen Prozessverlauf haben als die Begründung neuer sozialer Strukturen oder die Impulsgebung für Initiativen verschiedener Art, lassen sich die verschiedenen 'Väter' nicht mit denselben Prozessbezeichnungen synonymisieren. Ludwig Erhard hat für das deutsche Wirtschaftswunder durch seine Wirtschaftspolitik den Rahmen gesetzt und es so ermöglicht, der 'Vater des Golf GTI' hat ihn maßgeblich entwickelt, Robert Oppenheimer verdankt seinen Beinamen der Tatsache, dass er verantwortlicher Leiter der wissenschaftlichen Vorarbeiten zur Entwicklung einer Atombombe im Manhattan -Projekt war und als solcher die Grundlagenforschung dazu koordinierte und bündelte. Friedrich Fröbel entwickelte als "Vater des Kindergartens" ein alternatives Konzept zur außerschulischen Kinderbetreuung und stiftete den ersten Kindergarten usw. Man sieht, dass die Anteile der verschiedenen 'Väter' am Entstehen von etwas zuvor nicht Dagewesenem sehr unterschiedlich sind.

Abgekürzt gesagt: Rudolf Diesel ist natürlich nicht der 'Begründer des Dieselmotors' - und Ludwig Erhard weder 'Erschaffer' noch 'Begründer' oder 'Erfinder' des Wirtschaftswunders, sondern schuf orientiert am Leitgedanken der 'sozialen Marktwirtschaft' politische und rechtliche Voraussetzungen, die dem Aufschwung in den 50ern dann zugute kamen. Man könnte die Gruppe noch in diese Richtungen erweitern und hätte dann eine recht heterogene Versammlung. Möglicherweise werden wir später zwischen 'Begründern' / 'Gründungsvätern' und 'Erfindern' / 'Entwicklern' unterscheiden müssen. 'Vater' käme dann in beiden Gruppen vor, als eine nachträgliche Zuschreibung aus der historischen Rückschau.
So in https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/13197 . Naja, was umgangssprachlich ist, haben wir hier wohl nicht geklärt...
Es geht um die Gruppe https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/38211 von Charalampos.

Ich hab dazu Charalampos folgende Anfrage geschickt:

"Du hattest die Begriffe "Ausprägung · Form · Observanz · Schlag" als Synonyme eingetragen. Könntest Du netterweise mal das eine oder andere Beispiel geben, damit man sich darunter etwas vorstellen kann? Ich werde vermutlich nicht die einzige Person sein, die erst einmal überhaupt nicht weiß, was gemeint sein könnte, und bevor ich mich durch eigenes Hinterherrecherchieren auf falsche Fährten bringe, möchte ich erst einmal gerne erfahren, worum es überhaupt gehen soll."
Zufällig entdeckt: Es hatte einen ähnlichen - damals gelöschten - Spezialausdruck desselben Autors gegeben: 'Natteratmosphäre schaffen'. Ein Wort 'Natteratmosphäre' ist mit Google nicht auffindbar, wohl eine Gelegenheitsbildung.

In einem früheren Forumbeitrag hierorts zum Natternproblem wurde festgestellt, dass das Wort durch einen Mischungsprozess von Plattdeutsch, Friesisch und Dänisch entstanden ist. Der Autor Hermann Sauerwald verweist darauf, dass zwischen 'Aal' und 'Natter' Ähnlichkeiten bestehen. So gesehen könnte ich mir ein 'sich nattern' als halb-scherzhafte Abwandlung von 'sich aalen' zwar vorstellen, zumal Schlangen gerne sonnenbaden, nur dass es mit der Verbreitung sehr zu hapern scheint.

Das betrifft nun aber nicht nur diesen Ausdruck. Allerdings würde ich erwarten, dass angesichts der angemeldeten Zweifel an der Bekanntheit dieses Verbs außerhalb eines Insiderjargons ein niet- und nagelfester Beleg aufgetrieben wird, also nicht nur ein gerade mal erfundenes 'die Leute nattern in der Sonne'.

Übrigens kommt 'genattert' bzw. 'Natterung' als Spezialwort von Pilzkundlern für ein gebändertes Muster auf den Pilzstielen oder -hüten vor: https://de.wikipedia.org/wiki/Natterung.
Siehe https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/23315.

Ich hatte die Frage in einer sehr aktiven und sehr kenntnisreichen Newsgroup zur deutschen Sprache gestellt, ob jemand das kennt. Niemand hat die Frage positiv beantwortet. Gemessen an dem, welche Raritäten dort oft ausgegraben werden, würde ich aufgrund der Nicht-Reaktion in dieser Gruppe davon ausgehen, dass 'nattern' für 'sich aalen' weithin unbekannt ist.

Ein entsprechendes Beispiel per Google war für mich ebenfalls nicht auffindbar. Ich denke, das kann gelöscht werden.
Siehe die Gruppe https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/13611 .

'In medias res gehen' hatte ich bis jetzt verstanden als 'gleich zur Sache kommen, das Thema/Anliegen sofort ansprechen, sich nicht mit langen Vorreden aufhalten, ohne ein sonst übliches Vorgeplänkel' oder langsames Vorantasten zum eigentlichen Thema. 'Finalisieren' kann ich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht einordnen, ich kenne das bis jetzt nur vom CD-/DVD-Brennen, und da bedeutet es so ungefähr als Gegenteil von 'in medias res' das Abschließen des Brennvorgangs. 'Auf den Punkt kommen' würde ich eher mit dem Unterton 'endlich' benutzen: Jetzt komm doch endlich mal auf den Punkt! - genau anders rum als bei 'in medias res', wo man unvermittelt direkt ins Thema reinspringt, sozusagen 'mit der Tür ins Haus fällt'.

'Butter bei die Fische (geben)' und 'konkretisieren' finde ich (kontextabhängig) passend zu 'auf den Punkt kommen', wobei ich 'konkretisieren' als ent-emotionalisierend und eventuelle Ungeduld bzw. Ärgerlichkeit quasi-verhüllend empfinde: 'Bitte konkretisieren Sie Ihr Anliegen' = 'Sagen Sie, was Sie eigentlich von uns wollen'; oder, wie in einem Kamera-Forum zu lesen: "Die Hasselblad X1D-50c hab ich auch schon bespielen können, sehr schön und begehrenswert, muß aber noch kräftig reifen :-)" Antwort darauf: "Moin! Würdest du deine Eindrücke bitte konkretisieren! [= Wie kommst du denn darauf, kannst du dazu überhaupt einen Punkt konkret benennen? Dann sag's doch einfach!] Was ist, deiner Meinung nach, noch nicht 'reif', noch verbesserungswürdig!" Außerdem sehe ich ein solches 'konkretisieren' als Intellektuellen-Jargon in formellen Situationen.

Falls ich da was nicht kenne: Wie wär's mit Beispielen?
Bei Internetbelegen stellt sich die Frage, wie diese zu dokumentieren sind. Die URLs zum Nachlesen sind teilweise elend lang, länger als der Beleg selbst, das kann nicht der Sinn der Sache sein. Über abgekürzte URLs sind sie dann nicht auffindbar. Was immer gut hilft bei der Google-Suche, sind wörtliche Zitate, die in Anführungszeichen eingeschlossen mit Google abgefragt werden. Wenn man jedoch einen Buchstaben im Sinne der Rechtschreibkorrektur ändert, findet Google sie nicht mehr, man muss dann ein unverändertes Stück aus dem Zitat von Google suchen lassen. Als Nicht-Eintrager weiß man aber nicht, dass das Original-Zitat verändert wurde. Beim wissenschaftlichen Zitieren ist es üblich, jegliche Veränderung kenntlich zu machen. Das geht hier aber nicht, dadurch wird alles wieder viel zu lang, der Platz für Belege ist ja begrenzt. Ich finde, man sollte sich auch hier ein Verfahren überlegen, wie man Veränderungen im Text kenntlich machen kann, vielleicht mit "Eckklammern [orig. 'Ecklammern']".

Vielleicht muss man sich irgendwann auch einmal etwas überlegen zu den Angaben der URLs. Viele Online-Wörterbücher oder andere Sprachseiten benutzen Links in abgekürzter Schreibweise, so wie wir bei Wikipedia, was die Lesbarkeit erheblich steigert

Ich benutzte bei den Beispielen übrigens Anführungszeichen nach den Regeln fürs wissenschaftliche Zitieren (ich hoffe, das gilt immer noch) praktisch ausschließlich für wörtliche Zitate von diversen Fundstellen (Bücher, Zeitschriften...), meist aus dem Internet kopiert, weil das natürlich am einfachsten ist, und mit Angabe der Fundstelle. Leider müssen Funde aus Google Books in aller Regel komplett abgetippt werden, weil Google nicht das Recht hat, diese Textschnipsel in kopierbarer Form bereitzustellen. Ausgedachte Beispiele schreibe ich ohne Anführungszeichen. Ausgedachte Beispiele in Dialogform setze ich in einfache Hochkommas (Semikolons), um sie von wörtlichen Zitaten zu unterscheiden. Manche benutzen hier Anführungszeichen, um deutlich zu machen, dass es sich um eine mündliche Äußerung handeln soll, oder 'einfach so', aber das ist eigentlich nicht nötig, man erkennt normalerweise aus dem Zusammenhang, wenn ein Satz 'mündlich' gemeint ist.
Ich habe gerade in https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/12462 eine Reihe von Einträgen aus den 'Unterbegriffen' in die 'Assoziationen' verschoben, getreu dem Motto 'ein Teil von etwas ist kein Unterbegriff dieses Etwas'. So wäre z.B. eine Windschutzscheibe kein Unterbegriff des Autos.

Andererseits wäre es schön, diese 'ist-Teil-von-Beziehungen' in einer separaten Untergruppe der Assoziationen zusammenfassen zu können.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal daran erinnern, dass wesentliche Fragen unserer Unterbegriffs-Architektur nach wie vor nicht geklärt sind. Grob gesagt geht es

1. um die Unterscheidung zwischen Teilmengen (Elefanten sind eine Teilmenge der Säugetiere) und Metasprache ('Elefanten' ist ein Wort)

sowie in ähnlicher Weise

2. um das Auseinanderhalten von Teilmengenbeziehungen (Birken ⊆ Laubbäume) und Klassifikations(ebenen)-Zuordnungen: Birken sind (grob gesagt) eine botanische Gattung und nicht etwa eine Art (wir meinen zwar meistens die normalen Sand- bzw. Hängebirken, wenn wir Birken sagen, bezeichnen aber auch Moorbirken wegen ihrer weißen Rinde ohne weiteres als Birken, trotz eines im Ganzen etwas anderen Habitus, wir meinen also die 'Gattung Birken' ) und auch keine Familie (die heißt nämlich Birkengewächse, und zu der gehören u.a. auch Haselsträucher, Weißbuchen und Erlen). Kurz: Birken ⊆ Laubbäume vs. Birken sind eine botanische Gattung. Analog: Psychothriller (Film, Literatur) ⊆ Thriller vs. Psychothriller sind ein Spielfilm-/literarisches Genre. Im weiteren Sinne auch: honigblond, weizenblond, platinblond... ⊆ blond vs. honigblond, weizenblond, platinblond... sind Haarfarben. - Allerdings wird hier das Teilmengensymbol mehr oder weniger figurativ bzw. schlampig und nicht im streng mathematischen Sinne eingesetzt, mit Logik kenne ich mich - leider - nicht aus.

Oberbegriffs-Zuordnungen wie 'platinblond' ist eine Haarfarbe verbieten sich unter normalen Umständen, weil Ober- und Unterbegriffe derselben Wortart angehören sollen. Eine solche nicht dem OT-System entsprechende Zuordnung von Oberbegriffen drängt sich jedoch in sehr vielen Fällen auf: regnen, hageln, schneien... sind ebenso Formen von Niederschlägen wie Regen, Hagel und (fallender) Schnee; fließen, strömen, wallen, sprudeln sind mehr oder weniger gerichtete Bewegungen von Flüssigkeiten - man kann hier auch 'sich (in eine Richtung) bewegen' sagen; 'glatt, rau, rubbelig, bereift, stumpf, glitschig...' sind (taktil wahrnehmbare) Oberflächeneigenschaften. Wie man hier sieht, müssten Oberbegriffe teilweise künstlich konstruiert werden: 'nageln, tackern, nieten, klammern' heißt 'eine Verbindung mit Metallstiften herstellen', was man aber so nicht sagt.

3. Geklärt ist hingegen, dass Eigennamen als Bezeichnungen für Individuen als solche gekennzeichnet werden können. Nicht geklärt bzw. eingerichtet ist, ob bzw. dass Eigennamen automatisch ans Ende der Liste der Einträge wandern.

4. Ein erhebliches Problem dürfte auch die Unterscheidung von gemeinsprachlichen gegenüber fachsprachlichen Ober-/Unterbegriffen (wie überhaupt die zwischen Alltags-Wörtern und Fachwörtern) darstellen. Dass es dabei zu seltsamen und unlogischen Überkreuzungen kommt, war hier anlässlich von 'Festplatte' neulich Thema.

Ich bin nicht sicher, ob diese teils theoretischen Überlegungen in der Praxis eine große Rolle spielen. Tatsache ist, dass bei den Ober- und Unterbegriffen immer wieder Unzulänglichkeiten auftreten, die zum allergrößten Teil schwer in den Griff zu bekommen sind, weil die Begriffe der Sprache des täglichen Umgangs sich nun mal nicht so schön einteilen lassen wie das Artikel-Sortiment in einem Baumarkt-Katalog.
bitte löschen
Schick wäre es, mehreren Einträgen denselben Tagg in einem Rutsch zuweisen zu können.
Bin grade auf der Suche nach 'mit Verachtung (o.ä.) strafen'. Das kann hier auf recht verschiedene Weise eingetragen sein:
- strafen mit
- (jemanden) strafen mit
- (jemanden) mit etwas strafen
- (jemanden) mit (...) strafen (z.B. Verachtung)
- (jemanden) mit Verachtung (oder: Ignoranz/Missachtung/Schweigen) strafen
- (jemanden) mit Verachtung strafen [variabel]
usw.

In diesem Fall wäre eine Suche nach "(jemanden) mit * strafen" sehr praktisch.

Nebenbei zeigt sich hier, dass es ungünstig ist, für die Stellung von Ergänzungen zum Verb keinen Standard vorzugeben. Ein Eintrag könnte sowohl 'hoffen auf' als auch 'hoffen (auf)' als auch 'auf etwas hoffen' als auch '(auf etwas) hoffen' lauten, das bleibt dem Zufall überlassen und erschwert das Auffinden.
Hinsichtlich des Punkts 'es ist noch zu früh' bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Hinsichtlich dessen, dass OT einem Sprachgebrauch ein Placet erteilen könnte, bin ich allerdings sehr skeptisch. Es ist hier alles noch sehr bruchstückhaft und unaufgeräumt, da haben wir wohl noch nicht so viel zu melden - und werden es wohl auch nie haben. Gegen kommerzielle Produkte oder Sprachseiten mit reger Beteiligung kommen wir nicht an, muss ja auch nicht sein. Bei den Synonymen ist es nun mal so, dass man seine Einteilungen ganz anders aufziehen kann als eingeführte Sammlungen. Man könnte zehn oder zwanzig Synonymsammlungen machen, jede bekäme ihr eigenes Gesicht, abhängig von den Personen, die daran werkeln. So hat OT auf jeden Fall seine Berechtigung, unabhängig davon, wie viele anders angelegte Sammlungen es bereits geben mag.
Etwas Ähnliches hattest Du angemerkt bei Istbestand und Sollbestand. Klar sind das Antonyme, aber es sind auch beides Bestände. Von wegen der Auffindbarkeit, die ich für sehr wichtig halte, kommt es drauf an, wie der ganze Apparat von Synonymen, Gegenteilen, Ober-/Unterbegriffen, Taggs, Kategorien, Assoziationen auf der Seite verteilt sind. Beim Istbestand hätte ich den Sollbestand eher als Gegenteil dazugeschrieben, dann sieht man's sofort, kann man ja noch machen. Wegen der Unsortiertheit ist es aber inzwischen manchmal eher zufällig, ob man das findet, was man sucht.

Was überhaupt den Sinn und Zweck von Synonymsammlungen angeht, bin ich heute mit einer gewissen Genugtuung auf einen uralten Artikel von Dieter E. Zimmer in der ZEIT gestoßen: http://www.zeit.de/1961/43/hunderttausend-deutsche-woerter . Er erwähnt, dass sogar der große Goethe als der Meister aller Klassen sich nicht scheute, Synonymwörterbücher zu konsultieren. In diesem Artikel wird auch aufgezeigt, dass der Weg zu einem Wort, das einem nicht einfällt, über recht verschlungene Pfade führen kann, und dass die Chance, ein Gesuchtes zu finden, sich mit der 'Auslage' an sichtbaren Angeboten vergrößert. Im Bahnhofsbuchhandel spricht man bei den Zeitschriften etwa von Vollsicht-Präsentation, was die Verkaufschancen vervielfacht. Hier funktioniert es nicht viel anders. Wenn man erst noch eine weitere Schublade aufziehen muss, mindert das die Auffindbarkeitschancen. Insofern ist z.B. hier die Angabe der ersten drei pro assoziierter Gruppe, die oft genug aufgrund der alphabetischen Sortierung eine merkwürdige Versammlung von Randfiguren innerhalb der Gruppe darstellen, eine Auffindbarkeitsbremse ersten Ranges. Wer käme schon unbedingt sofort darauf, dass sich hinter 'Person - Charakter - Einzelwesen' auch der Mensch als solcher verbirgt, und was soll man mit dieser unendlichen Liste von Personenbezeichnungen darunter jemals Vernünftiges anfangen? Sollte man die nicht vielleicht besser einteilen in 'Berufsbezeichnungen', 'Nationalitäten', 'Aktivitäten', 'Sportler', 'Kriminelle' usw.?

Okay, also ich hab verstanden was Du meinst und stimme im Wesentlichen mit Dir überein.
 
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