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Im strengen Sinne nicht. Es gibt jedoch in allen Sprachen schwarze Löcher - in dem Sinne, dass ein Begriff als Konzept fehlt, der in anderen Sprachen vorhanden ist. Passivische Ausdrucksweise statt aktivischer ist ein Standardverfahren, um manche dieser Lücken zu überbrücken, und überhaupt, was heißt schon Passiv, vielleicht reduziert sich die Idee des Passivs auf Agens-Tilgung, das geht aber an dieser Stelle zu weit. Einerseits.
Andererseits geht es eben darum. Bei anregen, anspornen usw. bin ich latent aufgefordert, zu benennen, was mich anregt. Wenn ich scherzhaft-salopp behaupte, mich hätte eine bzw. _die_ Muse geküsst, habe ich aus dem Nichts heraus ein Stimulans eingesetzt, über das ich keine Rechenschaft abzulegen brauche oder eine solche nicht ablegen will, außer bei Nachfragen, so wie von Dir.
Ich bin bei meinen Synonym-Funden eher assoziativ eingestellt, Aktivität und Passivität ist für mich wie rechtsrum und linksrum umgekrempelt, aber derselbe Ärmel. Alles, was bei Verben aktiv aufgeführt ist, nochmal passivisch zu listen, halte ich für eine Aufblähung. Ich will das nicht entscheiden. Wenn Du meinst, es wäre sinnvoll, eine weitere Gruppe 'angespornt werden' usw. aufzumachen, dann nur zu.
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