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Übrigens noch etwas: Bei google-Treffern handelt es sich um Schriftsprache, der mündliche Sprachgebrauch über google-Treffer wird nur insofern abgebildet, als es Menschen gibt, welche die Traute und das Vermögen haben, das was sie aus ihren mündlichen Spracherfahrungen kennen, zu versuchen in Schriftsprache wiederzugeben. Mit Rekurs auf google kommt es dann zu solchermaßen apodiktischen Äußerungen wie 'kleene' sei kein Wort der deutschen Sprache: na denn googelt mal nach 'kleene' in deutscher Sprache, okay, sehr viele Eigennamen dabei, aber sicherlich nicht alle 1,4 Mio. Treffer. Analog könnte man sagen, Berlinerisch sei, soweit es vom Standarddeutschen abweicht, nicht Teil der deutschen Sprache, was wohl ein ziemlicher Quatsch wäre. Da gibt's nicht nur die allfällig trapsende Nachtigall, da gibt's auch Sprüche wie 'Dit hamwa jerne', 'jottwedee' respektive 'jwd' bzw. 'janz weit draußen' usw. Mir scheint generell, dass Regionalismen und dialektal geprägte Ausdrücke sowas wie das Salz an der Suppe der deutschen Sprache in puncto Bildhaftigkeit, Farbigkeit und emotionaler Echtheit sind. Ich verstehe, dass das nicht alles aufgenommen werden kann - schon gar nicht jede regionale Ausspracheabwandlung, wie das der erste Beitrag hier nahelegt -, aber viele dieser 'Exotismen' sind inzwischen gemeinsprachlich geworden, oft verbunden mit mehr oder weniger gelungenen Versuchen, auch den originalen Sound nachzuahmen. Wo da die Grenze ist zwischen Gemeinsprachlichkeit und 'zu-insidermäßig' ist, entscheidet im Zweifelsfall der Admin.
Ich möchte übrigens auch hier nicht unerwähnt lassen, dass in einem anderen Bereich, nämlich der Fachsprachlichkeit, das Orchideentum überreichlich und unbeschnitten sprießen darf.
Das soll nicht heißen, dass ich mit der Löschung von 'kleene Klitsche' nicht einverstanden bin. Ist schon okay soweit. Kommen wir jedoch im nächsten Posting zu 'Dat kannze knicken.'
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